Programm

Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 10. Oktober 2018 mit einem Eröffnungsabend und die Konferenz startet am Donnerstag, 11. Oktober um 09 Uhr und endet am Freitag, 12. Oktober um 13 Uhr. Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist gut möglich. Alle Veranstaltungen in Luckenwalde sind fußläufig zu erreichen. 

Die 7. Leerstandskonferenz bietet Fachvorträge und Diskussionsrunden mit Experten undExpertinnen aus dem In- und Ausland, unzählige Best-Practice-Beispiele zu Um- und Neubau, zu Zwischen- und Wiedernutzung von Leerständen in Produktionsstätten. Bei einer gemeinsamen Stadt-Erwanderung und Besichtigungen einiger Best-Practice Projekte direkt vor Ort sowie dem Rahmenprogramm lernen die Konferenzteilnehmerinnen die Herausforderungen und die Strategien eines Ortes kennen, der sich viele Jahre mit qualitätsvollen Schrumpfungsprozessen beschäftigt hat.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Eröffnungsabend

19.00 Öffentliches Programm in der Bibliothek

Eine für alle Luckenwalder und Besucher offenstehende Impulsveranstaltung in der Stadtbibliothek im ehemaligen Bahnhofsgebäude wird der Startschuss für die 7. Leerstandskonferenz sowohl inhaltlich als auch gesellig und kulinarisch sein. Ein filmischer Beitrag schafft die Grundlage für eine Podiumsrunde, in der aus verschiedensten Perspektiven ein vielseitiger Einstig ins Thema bereitet wird.

Filmvorführung

"Orte der Arbeit - Der lange Weg zum Neuanfang"
Dokumentation für den MDR 2017, 45min

anschließende Podiumsdiskussion

Olaf Jacobs - Produzent, Hoferichter und Jacobs
Prof. Dr. Gabriele Dolff-Bonekämper 
- Kunsthistorikerin, Leiterin des Fachgebiets für Denkmalpflege TU Berlin
Elke Knöss-Grillitsch 
- Peanutz Architekten
Caren Ohrhallinger - nonconform

 

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Moderation durch die Veranstaltung im E-Werk

Wojciech Czaja
Journalist, Buchautor, Moderator

10.00 Begrüßung

Vertreter der Region Brandenburg
Vertreter der Stadt Luckenwalde
Kooperationspartner
Fördergeber

10.15 Vorstellung der Veranstaltungsorte

Pablo Wendel - Gastgeber, Performance Electrics

10.15 Themenimpuls "Zukunft auf dem Land"

Die Herausforderungen von leerstehenden Produktionsstätten entstehen nicht isoliert. Insbesondere im Osten Deutschlands hängt die Problematik wirtschaftlich und sozial mit der politischen Wende von 1989 zusammen. Ebenso muss der Blick über die Werksmauern hinausreichen und auch industrielle Freiflächen und Landschaften mit einbeziehen, um das Phänomen zu erfassen. 

Thomas Drachenberg - Landeskonservator, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege
& Archäologisches Landesmuseum

Wolfgang Kil - freiberuflicher Kritiker und Publizist, Autor des Buches „Luxus der Leere“

Sabine Djahanschah - Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Julia Paaß  - Netzwerk Zukunftsorte, Hof Prädikow

13.00 Mittagspause

14.00 - 16.30 Workshops

Nach der Mittagspause verteilen sich die TeilnehmerInnen in verschiedene Arbeitsgruppen. Auf der Konferenz soll nicht nur konsumiert, sondern gemeinsam weiter gedacht werden. Ganz entgegen dem ‚Kopf in den Sand‘ Prinzip geben Verantwortliche für Best-Practice Beispiele ihre Eindrücke weiter, wie mit einer ausgeklügelten Idee neue Prozesse und Entwicklungen aktiv gestaltet werden können. Die Beispiele sollen nicht unreflektiert stehen bleiben oder gar den Eindruck vermitteln sie seien eins zu eins übertragbar, sondern in den Arbeitsrunden für Rückfragen und Anregungen bereit stehen: Wie konnten z.B. juristische Hürden überwunden oder vorher skeptische Partner mit ins Boot geholt werden? Des Weiteren sollen auch konkrete Herausforderungen vor Ort in Luckenwalde zur Diskussion gestellt werden und so Ideen und Initiativen mit Aktiven und Suchenden zusammen gebracht werden.

Martin A. Ciesielski: „StattBad“
performatives Brainstorming im leerstehenden Stadtbad Luckenwalde

Pablo Wendel und Soazic Guezennec: „Leerstand in Luckenwalde erkunden, markieren und füllen“
Evaluation der Möglichkeiten vor Ort in künstlerischer und energitischer Hinsicht

Peter Kloo, Kai Dolata: „Partnerschaften zwischen Kommune und privaten Investoren und Initiativen“
Wie kann die Herausforderung zwischen Wunschvorstellung & Verwaltungswirklichkeit navigieren

Mario Tvrtkovic: „Lehr- und Lernraum StadtLand“
Die Produktive Provinzstadt

Jens Kapitzky: „Warum man Innovation nicht organisieren kann – sie aber trotzdem braucht!“
Wie kommt das Neue in die Welt? Wie entsteht Innovation?

Florian Kluge: „Immovielien – Immobilien von Vielen für Viele!"
Wie kann eine Immobilie zu einer Immovielie werden

17.00 Themenimpuls "Kulturwandel der Arbeit"

Leerstehende Produktionsstätten sind immer auch Hinterlassenschaften von überkommenen Produktions und Arbeitswelten. Das Schlagwort „Wandel der Arbeit“ ist vollends in der Sprache der Innovations- und Digitalisierungswelt aufgegangen. Es soll aber nicht nur über die digitalen Herausforderungen der neuen Arbeitswelten gesprochen werden. KULTURwandel soll dabei andeuten, dass es in den letzten Jahrzehnten einige gesellschaftliche Veränderungen gab, die auch die Arbeitswelt verändert haben.

Matthias Neeff - Geschäftsführer Destination Wattens

Sabine Gollner - Gründerin und Vorsitzende der Künstlerkolonie Fichtelgebirge e.V.

Philipp Hentschel - Freiberufler, Gründer von welance, Coconat und Kreativorte-Brandenburg

Roland Gruber - nonconform

18.30 Stadtwanderung durch den Veranstaltungsort zu ausgewählten Vorzeigeprojekten

Wanderung in Gruppen mit dem Ziel: Schärfung der Wahrnehmung für die Konferenzthemen am Beispiel des Austragungsortes. Luckenwalde bietet hierfür mit seinen herausragenden historischen und zeitgenössischen Beispielen der Baukultur viele interessante Vorzeigeprojekte, wie mit Schrumpfung und Leerstand in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft öffentliche Gebäude und Plätze wieder reaktiviert werden können. Dabei stellen die Experten und Verantwortlichen ihre Stadt vor und treten in Austausch mit den Teilnehmern mit der Aufgabe der gezielten Auseinandersetzung, über den „Tagungssmalltalk“ hinaus. So lernen die Konferenzteilnehmer die Stadt kennen und generieren Erkenntnisgewinn für die Gastgebergemeinde zur Wahrnehmung des Ortes und seiner Chancen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und Fachsparten. Die Teilnehmer hinterlassen Skizzen und Notizen mit Eindrücken und Visionen.

19.30 Gemeinsames Abendprogramm

Ein gemeinsames Abendessen mit Musik im Theater der Stadt soll den Teilnehmern die Möglichkeit geben sich gegenseitig besser Kennenzulernen, Wissen auszutauschen und Netzwerke für zukünftige Projeke zu spinnen.

 

Freitag, 12. Oktober 2018

09.30 Sternschnuppen

Zum Beginn des zweiten Tages soll sich nochmal die Zeit genommen werden, die Tags zuvor aufgeworfenen Themen zusammenzutragen.

10.00 Themenimpuls „Baukultur und leerstehende Produktionsstätten“

Leerstehende Produktionsstätten sind oftmals von beeindruckender ästhetischer Qualität. Außerhalb der großen Ballungszentren findet man aber auch eine Vielzahl von schnell errichteten Funktionsbauten, die nur schwer in in Kategorien von Baukultur zu greifen sind. Es soll aber auch diskutiert werden, inwiefern sich nicht nur die Gebäude verändern müssen, sondern ebenso unser Blick auf die pragmatische Effizienz des ländlichen Bauens.

Turit Fröbe - Architekturhistorikerin und Urbanistin, Die Stadtdenkerei

Reiner Nagel - Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur

Leonhard Müllner - freischaffender Künstler

11.45 Vorträge im "Pecha-Kucha"-Format

Mehrere knackige Vorträge geben am Abschlusstag Impulse für die Arbeit mit Leerständen in der Praxis.

Klaus Günter - Architekt, Partner und Partner

Tore Dobberstein - Architekt, Complizen

Marco Bartsch - Oranienwerk, Oranienburg

Lena Schartmüller & Beatrice Stude - Raumteiler-Team von imGrätzl.at

Christian Darr - Stiftung TRIAS

Grit Stillger - Stadtplanungsamt Chemnitz

Elke Knöss-Grillitsch - Peanutz Architekten

Angie Schmied & Lukas Böcke - NEST, Agentur für Leerstandsmanagement

Bertram Schiffers - IBA Thüringen

Julia Knoche & Kai-Uwe Joachims - REGIONALE Südwestfalen

tbc.

13.00 Verabschiedung und Suppenessen